Filmfestivals
Im Gegensatz zu den Musikfestivals werden Filmfestivals in der Regel nicht von solch großen Menschenmassen besucht. Es handelt sich dabei um kulturelle Veranstaltungen, die jeweils mit einem bestimmten Ort verknüpft sind und in der Regel einmal im Jahr stattfinden. Sinn und Zweck ist es, die im vergangenen Jahr auf den Markt gekommenen Filme anzusehen und schließlich durch eine Fachjury bewerten zu lassen. Das Filmfestival endet dann in der Regel mit einer Verleihung der Filmpreise, mit denen die besten Filme ausgezeichnet werden. Gleichzeitig mit der Vergabe des Preises kann auch eine finanzielle Zuwendung an den Regisseur, den Produzenten oder auch die Schauspieler ausgeschüttet werden.
Europaweit gelten die Filmfestspiele von Venedig und Cannes als bedeutendste Veranstaltung ihrer Art, gleich gefolgt von der Berlinale in Berlin, die gleichzeitig das bekannteste Filmfestival in Deutschland darstellt. Auch in Südamerika und Asien gibt es solche Festivals, am bekanntesten weltweit sind jedoch die Filmpreisverleihungen in den USA - insbesondere der Oscar, die Golden Globes oder die Emmy Awards.
Die bei solchen Festivals bewerteten Filme werden in der Regel in verschiedene Kategorien eingeteilt, so dass es mehrere Preise zu gewinnen gibt (pro Kategorie ein Preis). Gleichzeitig wird bei den meisten Filmfestivals ein Gesamtsieger - oft mit dem Titel �Bester Film" - bestimmt, der dann den Hauptpreis erhält. Zu unterscheiden ist in diesem Bereich zwischen den großen Mainstream-Veranstaltungen, wie beispielsweise die hier bereits erwähnten Academy-Awards, in deren Rahmen die Oscars verliehen werden, und kleinen, oftmals themenspezifischen Filmfestivals, die aber in der Regel weit weniger bekannt sind.
Zu Letzteren werden beispielsweise die Dokumentar- und Kurzfilmfestivals gezählt, da die hier aufgeführten und bewerteten Filme meist nicht dem Geschmack der Massen entsprechen. Trotzdem gibt es auch darunter teils sehr renommierte Preise.