Open-Air-Konzerte
Wie der Name bereits andeutet, besteht das Hauptmerkmal eines Open-Air-Konzertes darin, dass dieses nicht in einem abgeschlossenen Raum stattfindet, sondern unter freiem Himmel. Als Veranstaltungsort werden oftmals stillgelegte Flugplätze und andere geeignete Locations, auf denen nach Möglichkeit viele tausend Menschen Platz finden, gewählt.
Im Gegensatz zu einem Festival wird ein Open-Air-Konzert in der Regel nur von einem Künstler beziehungsweise einer Musikgruppe dargeboten. Ein Konzert geht außerdem nur in den seltensten Fällen über mehrere Tage, meist dauert die Veranstaltung nur wenige Stunden. Trotzdem ist der Aufbau des benötigten Equipments sehr aufwändig, insbesondere bei den großen und bekannten Veranstaltungen dieser Art. Gute akustische Verhältnisse sind unter freiem Himmel nur sehr schwer herzustellen, so dass die technische Ausrüstung entsprechend umfangreicher ausfallen muss. Meist werden mehrere Lkw-Ladungen benötigt, um die Bühne mit allen technischen Geräten aufzubauen.
Bei kommerziellen Open-Air-Konzerten sind die Einlasskontrollen meist sehr streng. In der Vergangenheit gab es immer wieder Fälle von Massenpaniken, die teilweise sehr tragisch ausgingen. Aus diesem Grund dürfen heute keinerlei als Waffen brauchbare Gegenstände mehr mit auf das Veranstaltungsgelände genommen werden, auch die Mitnahme von Glasflaschen und anderen unter Umständen gefährlichen Gegenständen ist fast immer verboten. Eine Veranstaltungshaftpflicht ist in diesen fällen ratsam.
Damit der Veranstalter seine Umsätze optimieren kann, findet der Besucher rund um den Konzertplatz oftmals eine ganze Reihe verschiedener Stände mit kommerziellen Angeboten wie beispielsweise Merchandising-Artikeln, Mode oder kulinarischen Spezialitäten vor. Darüber hinaus lässt sich beobachten, dass zunehmend auch andere Freizeitaktivitäten, die nichts mit dem eigentlichen Konzert zu tun haben, auf solchen Events angeboten werden. Bei diesen Deals zählen beispielsweise Bungee-Jumping und ähnliches dazu.